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22.12.2017

2017-12-22

Branchenberichte

Kraftfahrzeuggewerbe mit steigenden Umsätzen und großen Herausforderungen

Im Jahr 2016 erwirtschafteten die rund 456.000 Beschäftigten des Kraftfahrzeuggewerbes einen Gesamtumsatz von etwa 172 Milliarden Euro. Die Branche ist überwiegend durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass die Betriebe des Kraftfahrzeuggewerbes durchschnittlich 12 Beschäftigte haben. 

Ein traditionell sehr wichtiger Geschäftsbereich der Branche ist der Handel mit Neufahrzeugen. In längerfristiger Betrachtung hat sich die Bedeutung des Neuwagenbereichs aber spürbar vermindert. So sank dessen Anteil am Gesamtumsatz von gut 49 Prozent in 2006 auf knapp 40 Prozent in 2016. Grund hierfür ist, dass ein zunehmender Anteil des Geschäftsvolumens auf Direktverkäufe der Hersteller und Importeure sowie auf den freien Internet-Handel entfällt. In 2016 wurden nur noch rund 62 Prozent der Neufahrzeuge über das Kraftfahrzeuggewerbe vertreiben. Im Gegenzug zum rückläufigen Neuwagen-Anteil hat das Umsatzgewicht des Gebrauchtwagenhandels in der Vergangenheit merklich zugenommen. Es lag 2016 bei knapp 42 Prozent. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass nur etwa zwei Drittel der Geschäfte über das Kraftfahrzeuggewerbe erfolgen, rund ein Drittel entfällt auf private Transaktionen. Die Werkstatt- und Serviceleistungen, als dritter Geschäftsbereich, kam 2016 auf einen Umsatzanteil von knapp 19 Prozent. In diesem Bereich liegt der Marktanteil der Branchenfirmen bei rund 90 Prozent. 

Das Kraftfahrzeuggewerbe befindet sich bereits seit 2014 im Aufschwung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der Branchenumsatz in den ersten acht Monaten des Jahres 2017 um rund sechs Prozent über seinem Vorjahreswert. Die jüngsten Daten zu den Neuzulassungen, den Besitzumschreibungen sowie zum Branchen-Geschäftsklima signalisieren aber, dass es zum Jahresende zu einer Abschwächung der Umsatzdynamik gekommen ist, die sich in 2018 voraussichtlich fortsetzen wird. 

Hinweise zur betriebswirtschaftlichen Verfassung der Branche können den Angaben vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe entnommen werden. Demnach lag die durchschnittliche Umsatzrendite der Unternehmen zuletzt, in 2016, bei knapp zwei Prozent. Die Ertragslage war somit insgesamt als ausreichend zu bezeichnen. Auch in den Jahren 2017 und 2017 dürften die Erträge im Branchenmittel auf einem ausreichenden Niveau bleiben. 

Nicht nur in der Automobilindustrie und deren Zuliefererbranchen, auch im Kraftfahrzeuggewerbe kommt der automobile Paradigmenwechsel immer stärker zum Tragen. Zum einen erfolgt ein Übergang zu digitalen Prozessen. Diese ermöglichen beispielsweise eine bessere Vernetzung auf der Beschaffungs- und auf der Absatzseite. Andererseits müssen die Kompetenzprofile der Unternehmen ausgeweitet werden, unter anderem weil grundlegende Produktinnovationen – wie der Übergang zu neuen Antriebsformen – Herausforderungen mit sich bringen. 

Das "VR Branchen special" informiert in 100 Berichten über 160 vorwiegend mittelständisch geprägte Branchen der deutschen Wirtschaft. Jeder Bericht enthält Analysen und Prognosen zur Struktur der Branche, zu konjunkturellen Perspektiven und zur betriebswirtschaftlichen Situation. Außerdem werden Wettbewerbsposition und -fähigkeit, strategische Defizite und unternehmerische Optionen der jeweiligen Unternehmen aufgezeigt. Die Berichte werden vom ifo Institut, München erstellt und halbjährlich aktualisiert. Das Gesamtpaket wird vom DG VERLAG (www.dgverlag.de) vertrieben. Jeden Monat erscheint ein Bündel von 16 bis 17 aktualisierten Berichten. Die einzelnen Berichte sind bei Volksbanken und Raiffeisenbanken erhältlich. Herausgeber der Berichte ist der BVR. 

Journalisten können den Branchenbericht beim BVR anfordern. 


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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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